Vor zwei Wochen habe ich geschrieben: Webflow baut nicht einfach ein paar AI-Funktionen in den Designer.
Das Unternehmen beginnt, seine Plattform rund um Code als Source of Truth neu zu denken.
Auf der Webflow Conf 2026 hat Webflow jetzt gezeigt, wie ernst diese Richtung gemeint ist.
Das größte Announcement heißt Source by Webflow: eine neue Plattform, in der Marketing-Teams, Designer, Entwickler und AI Agents auf demselben technischen Fundament arbeiten sollen.
Gleichzeitig hat Webflow neue Produkte für Kampagnen, Content und Assets angekündigt – und eine ganze Reihe von Verbesserungen veröffentlicht, die den heutigen Builder-Alltag sofort besser machen.
Ganz ehrlich: Wenn man alle Ankündigungen einzeln betrachtet, wirkt das zunächst wie eine sehr lange Feature-Liste.
Erst nebeneinander ergibt sich das eigentliche Bild.
Webflow will nicht mehr nur das Tool sein, in dem eine Website gebaut wird.
Webflow will die Arbeitsumgebung werden, in der moderne Marketing-Teams ihre Website kontinuierlich betreiben, testen, lokalisieren und verbessern – gemeinsam mit AI Agents.
Das ist ambitioniert, aber nicht alles davon ist heute bereits ein fertiges Produkt.
Genau diese Trennung ist wichtig.
Alle wichtigen Webflow-Updates im Überblick
Der Stand dieser Übersicht ist der 2. September 2026.
Webflow rollt mehrere Funktionen gestaffelt aus. Verfügbarkeit und Plan-Anforderungen können sich entsprechend ändern.
Update
Status
Wofür es gedacht ist
Source by Webflow
Limitierte Research Preview
Neue agent-native Plattform auf Codebasis
Campaigns
Beta; Kauf ab Oktober 2026 angekündigt
Brief, Landingpages, Varianten, Ads und Messung
Assets
Beta ab Oktober 2026 angekündigt
Markenkonforme Creative-Produktion und Adaptionen
Webflow AEO Agents
Für Enterprise; weitere Agents angekündigt
AI-Sichtbarkeit messen und Content-Chancen umsetzen
MCP 2.1
Für September 2026 angekündigt
GSAP, tiefere CMS-Abfragen und Cloud-Deployments
Releases
Beta später im Jahr 2026
Komplette Sites branchen, prüfen und gesammelt veröffentlichen
Agent Instructions Generation
Rollout seit 2. September 2026
Kontextdateien aus vorhandenen Site-Systemen erzeugen
Agent Presence
Für September 2026 angekündigt
Agent-Arbeit live auf dem Canvas sehen
AI Code Components visuell bearbeiten
Seit 2. September 2026 verfügbar
Generieren per Prompt, verfeinern auf dem Canvas
Komponenten im CMS
Rollout seit 2. September 2026
Komponenten direkt in Rich Text verwenden
Breakpoint Canvas
Rollout; allgemein in der Folgewoche angekündigt
Alle Breakpoints nebeneinander bearbeiten
Popovers, Agentic Translation und Style Props
Gestaffelt in den kommenden Wochen bzw. 2026
UI-Primitives, laufende Übersetzung und kontrollierbare Styles
Das größere Bild: Webflow verändert nicht nur den Designer
Die Webflow Conf 2026 zeigt drei Verschiebungen, die man nicht getrennt voneinander betrachten sollte.
1. Aus einem Website Builder wird eine Arbeitsumgebung für Marketing
Webflows traditioneller Kern war der visuelle Build.
Designer konnten produktionsreifen HTML-, CSS- und JavaScript-Output erzeugen, ohne jede Zeile von Hand zu schreiben.
Die neuen Produkte setzen später im Lebenszyklus an.
Campaigns soll Kampagnen von der Idee bis zu Landingpage, Anzeigen und Messung abbilden.
AEO verbindet Analyse, Empfehlungen und Content-Produktion.
Assets erweitert die Plattform in Richtung Creative Operations.
Source soll diese Aufgaben schließlich in einer gemeinsamen Umgebung zusammenführen.
Der relevante Wechsel lautet deshalb: weg vom einmaligen Website-Projekt, hin zu einem System für kontinuierliche Marketing-Arbeit.
2. AI Agents werden vom Assistenten zum Teammitglied
Bisher bedeutete AI in Website-Tools oft: Text generieren, Layout vorschlagen, Code-Snippet erstellen.
Webflow geht einen Schritt weiter.
Agents sollen Inhalte finden, Änderungen vorbereiten, Animationen bauen, Deploy-Fehler bearbeiten und später sogar eigenständig Chancen erkennen.
Damit entstehen allerdings dieselben Fragen wie bei jedem anderen Teammitglied:
Worauf darf der Agent zugreifen?
Was darf er ändern?
Wer prüft die Arbeit?
Und wie lässt sich später nachvollziehen, was passiert ist?
Releases, Agent Instructions, Rollen, Freigaben, Audit Trails und Agent Presence sind deshalb keine Nebenthemen.
Sie sind die Voraussetzung dafür, dass agentische Workflows mehr werden als eine schöne Demo.
3. Kontrolle wird wichtiger, nicht unwichtiger
Je schneller Teams produzieren können, desto leichter skaliert auch Inkonsistenz.
Eine falsche Komponente wird nicht einmal falsch verwendet, sondern auf 40 Landingpages.
Eine unklare Brand Voice wird nicht in einem Text sichtbar, sondern in jeder automatisch erzeugten Variante.
Webflow setzt deshalb auffällig stark auf Designsysteme, begrenzte Props, Slot Restrictions, Default Components und Freigaben.
Das ist richtig.
Geschwindigkeit ohne System ist nur schnelleres Chaos.
Source by Webflow: Das strategisch wichtigste Announcement
Source by Webflow ist keine neue Version des heutigen Designers.
Webflow beschreibt Source als neue Plattform für moderne Marketing-Teams und ihre Agents, die digitale Erlebnisse gemeinsam launchen, optimieren und skalieren sollen.
Drei Prinzipien stehen im Mittelpunkt:
Code als gemeinsames Fundament. Source soll direkt mit dem Code arbeiten, der tatsächlich veröffentlicht wird. Der Visual Canvas, Entwickler und Agents verändern damit perspektivisch dasselbe Artefakt – nicht getrennte Repräsentationen, die mühsam synchronisiert werden müssen.
Views für unterschiedliche Rollen. Marketer, Designer und Entwickler sollen jeweils eine Oberfläche erhalten, die zu ihrer Aufgabe passt. Eine View kann sich auf Kampagnen, Content, Optimierung oder einen unternehmensspezifischen Workflow konzentrieren.
Eine gemeinsame Ebene über dem bestehenden Stack. Source soll Codebase, CMS, Hosting und Marketing-Tools verbinden. Webflow positioniert die Plattform ausdrücklich als composable – also nicht ausschließlich für Teams, die ihren gesamten Stack durch Webflow ersetzen.
Warum Source für Agenturen und B2B SaaS interessant ist
Für B2B SaaS Unternehmen ist der Gedanke attraktiv:
Das Marketing arbeitet visuell und nah am Ergebnis.
Entwickler behalten Zugriff auf echten Code.
Agents übernehmen wiederholbare oder datengetriebene Aufgaben.
Governance liegt nicht in zehn separaten Tools, sondern in einer gemeinsamen Schicht.
Für Agenturen verschiebt sich das Angebot ebenfalls.
Der Wert liegt künftig weniger darin, jede einzelne Landingpage selbst zu bauen.
Interessanter werden die Systeme dahinter: Komponenten, Views, Agents, Freigaben und wiederverwendbare Workflows, die Kunden nach dem Launch selbst betreiben können.
Das passt zu einer Entwicklung, die wir schon länger sehen:
Gute Webflow-Projekte werden nicht dadurch wertvoll, dass eine Agentur dauerhaft jede Textänderung kontrolliert.
Sie werden wertvoll, wenn das Marketing-Team schnell arbeiten kann, ohne Designqualität, technische Stabilität oder Conversion-Logik zu verlieren.
Der wichtige Haken: Source ist noch kein fertiges Produkt
Source befindet sich aktuell in einer limitierten Research Preview.
Aus der Ankündigung lassen sich Architektur und Richtung ableiten – aber noch keine belastbare Aussage zu Preisen, vollständigem Funktionsumfang, Migration oder Alltagstauglichkeit.
Webflow sagt zugleich klar, dass die bestehende Plattform weiterentwickelt wird.
Bestehende Websites müssen jetzt weder migriert noch neu gebaut werden.
Wenn Source später bereit ist und ein Team wechseln möchte, soll es einen unterstützten Pfad geben.
Campaigns, Assets und AEO: Webflow greift den Marketing-Workflow an
Source ist die langfristige Vision.
Campaigns, Assets und AEO zeigen, welche konkreten Marketing-Prozesse Webflow zuerst besetzen will.
Campaigns: Vom Brief zur live geschalteten Kampagne
Campaigns richtet sich an Performance-Marketing-Teams.
Ausgangspunkt kann sogar eine Website sein, die nicht auf Webflow läuft.
Ein Agent analysiert URL, Farben, Fonts und UI-Elemente und erstellt daraus ein Brand System.
Anschließend soll Campaigns den Brief prüfen und schärfen, Zielgruppe und Channels berücksichtigen, eine primäre Landingpage sowie Varianten für Audiences, Target Accounts oder Keywords generieren und passende Anzeigen erstellen.
Die Inhalte sollen sich unter anderem in Google Ads ausspielen lassen.
Nach dem Launch endet der Workflow nicht.
Campaigns soll Conversions messen, Pipeline-Daten aus HubSpot oder Salesforce einbeziehen und laufend Änderungen an Landingpages empfehlen.
Der spannende Teil ist nicht die AI-generierte Landingpage.
Das können inzwischen viele Tools.
Spannend ist der geschlossene Prozess aus Brand Context, Varianten, Distribution, CRM-Daten und Optimierung.
Campaigns befindet sich in Beta.
Webflow hat die Kaufmöglichkeit für Oktober 2026 angekündigt.
Assets soll genehmigte Marken-Assets verstehen und für andere Formate oder Channels adaptieren.
Genannt wurden sowohl statische Anpassungen als auch Video-Workflows wie Kürzen, Entfernen von Füllwörtern und Untertiteln.
Die Idee trifft ein echtes Problem:
Generative Tools produzieren schnell Varianten, kennen aber häufig weder Designsystem noch Brand Voice, Asset Library oder Performance-Historie.
Jede neue Ad driftet ein Stück weiter von der Marke weg.
Assets soll diesen Kontext direkt in Webflow verfügbar machen.
Technologisch basiert das Produkt auf Vidoso, einem Unternehmen, das Webflow 2026 übernommen hat.
Die Beta ist für Oktober 2026 angekündigt.
Webflow AEO: Von der Analyse zur Content-Produktion
Mit Webflow AEO will Webflow Sichtbarkeit in ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity messbar machen.
Teams sollen sehen, bei welchen Fragen ihre Marke erwähnt oder zitiert wird, welche Wettbewerber stattdessen auftauchen und welche LLMs qualifizierten Traffic liefern.
Neu sind Content Agents, die Themenlücken erkennen, einen Brief erstellen und einen ersten Content-Entwurf direkt im CMS anlegen.
In den kommenden Monaten sollen Agents außerdem bestehende Inhalte aktualisieren.
Später im Jahr ist ein Zugriff externer Agents auf AEO-Daten über Webflow MCP geplant.
Webflow berichtet aus internen Daten, dass Kunden, die AEO-Empfehlungen angenommen haben, 70 % mehr Mentions und 120 % mehr Citations erzielten als eine Vergleichsgruppe, die dieselben Empfehlungen nicht angenommen hat.
Webflow bezeichnet das selbst als directional finding.
Der Vergleich isoliert den Effekt der Empfehlungen nicht von Saisonalität, Marketing-Aktivitäten oder anderen Site-Änderungen.
Genau so sollte man die Zahlen lesen:
Als interessantes Signal, nicht als garantierten Uplift.
MCP 2.1, Releases und Agent Presence: Agents kommen in die Produktion
MCP 2.1 erweitert den Zugriff
Webflow MCP 2.0 gab Agents in Tools wie Claude, ChatGPT und Slack bereits Zugriff auf Designsysteme, Component Props, Varianten und Webflow-Analyze-Daten.
MCP 2.1 erweitert diesen Zugriff an drei entscheidenden Stellen:
Interactions mit GSAP: Ein Agent kann komplexere, timeline-basierte Animationen erstellen, die anschließend weiterhin über Webflows visuelle Controls verfeinert werden.
Bessere CMS-Abfragen: Agents können nach Custom Fields sortieren und filtern, Reference Fields durchsuchen und paginierte Ergebnisse verarbeiten. Das reduziert unnötige Einzelschritte bei Content Audits.
Webflow Cloud: Deploy-Fehler und Logs werden für Agents zugänglich, sodass Claude Code, Codex oder Cursor Probleme bearbeiten und erneut deployen können.
MCP 2.1 soll noch im September 2026 allgemein verfügbar werden.
Zugriffe auf AEO Analytics und Webflow Optimize sind für spätere Releases angekündigt.
Releases ist für größere Teams und komplexe Launches gedacht.
Statt einzelne Änderungen direkt auf der Live-Site zusammenzuführen, kann ein Team eine gesamte Site branchen – inklusive Seiten, CMS-Inhalten, Komponenten, Assets und Locales.
Ein Release Manager zeigt, was verändert wurde, wer daran arbeitet und welchen Status das Paket hat.
Andere veröffentlichte Änderungen sollen sich wieder in offene Branches übernehmen lassen.
Agents arbeiten innerhalb derselben Rollen und Berechtigungen wie menschliche Teammitglieder.
Für Enterprise-Teams ist das vermutlich eine der wichtigsten Ankündigungen der Konferenz.
Marketing-Autonomie funktioniert nur, wenn große Änderungen sicher vorbereitet, überprüft und zusammen veröffentlicht werden können.
Releases soll später 2026 in Beta gehen.
Agent Instructions und Agent Presence schaffen Kontext und Sichtbarkeit
Agent Instructions existieren bereits als Markdown-Dateien für Designsystem-Dokumentation, SEO-Regeln, Form Governance oder CMS-Vorgaben.
Neu ist, dass Webflow solche Instructions aus dem Kontext einer bestehenden Site generieren kann.
Vorlagen decken unter anderem Brand Guidelines, Designsystem, Assets und CMS Content ab.
Agent Presence zeigt zusätzlich live auf dem Canvas, wo ein Agent gerade arbeitet.
Das klingt klein, löst aber ein praktisches Kollaborationsproblem:
Niemand möchte parallel denselben Bereich bearbeiten oder eine Site veröffentlichen, während ein Agent noch Änderungen vornimmt.
Die Generierung von Agent Instructions wird seit dem 2. September 2026 ausgerollt.
Agent Presence ist für später im September angekündigt.
Die Builder-Updates, die heute schon einen Unterschied machen
Die Zukunftsvision bekommt die meisten Schlagzeilen.
Für Teams, die heute täglich in Webflow arbeiten, sind einige kleinere Releases jedoch sofort wertvoller.
AI Code Components lassen sich jetzt visuell bearbeiten
AI Code Components ermöglichen interaktive React-Komponenten wie ROI-Rechner, Multi-Step-Formulare oder spezielle Produktmodule.
Bisher mussten Änderungen erneut über einen Prompt oder direkt im Code vorgenommen werden.
Jetzt lassen sich Elemente innerhalb einer AI Code Component auf dem Canvas auswählen, im Style Panel gestalten und textlich direkt bearbeiten.
Einzelne Elemente können außerdem als Kontext an den Assistant übergeben werden, damit sich der nächste Prompt genau auf diesen Bereich bezieht.
Das verbindet zwei Arbeitsweisen sinnvoll:
AI erzeugt die komplexe Ausgangsbasis.
Ein Designer übernimmt die präzise letzte Meile.
Die visuelle Bearbeitung ist seit dem 2. September 2026 für alle Kunden verfügbar.
Komponenten können direkt im CMS Rich Text verwendet werden
Das ist unspektakulär formuliert – und für Content-getriebene Websites trotzdem ein großer Schritt.
CTA-Module, Testimonial Cards, Pricing-Elemente oder ein interaktiver Rechner können direkt in Rich-Text-Felder eingefügt und pro CMS Item über Props konfiguriert werden.
Wird das zugrunde liegende Component Design geändert, aktualisieren sich die Instanzen zentral.
Für B2B SaaS Blogs wird Content damit deutlich modularer.
Ein Artikel muss nicht mehr aus Überschrift, Absatz und Bild bestehen.
Conversion-Elemente werden zu kontrollierten Bausteinen, die das Marketing selbst einsetzen kann, ohne jedes Mal Custom Code oder einen Developer zu benötigen.
Es gibt zum Start Grenzen:
Komponenten mit Collection Lists können nicht in Rich Text platziert werden.
Komponenten innerhalb von Rich Text lassen sich nicht an CMS-Felder binden, und ihre Slots können dort nicht freigegeben werden.
Der Rollout begann am 2. September.
Webflow plant die allgemeine Verfügbarkeit innerhalb einer Woche.
Breakpoint Canvas zeigt alle Viewports nebeneinander
Der neue Breakpoint Canvas stellt Desktop, Tablet und Mobile Frames in einer gemeinsamen Ansicht dar.
Änderungen auf dem aktiven Breakpoint werden sofort im Zusammenhang mit den anderen Breakpoints sichtbar.
Das reduziert Context Switching und macht es leichter, vererbte Styles, Overrides und die Änderungen eines Agents zu kontrollieren.
Für komplexe Seiten ist das weniger spektakulär als Source – aber vermutlich eines der Features, die man nach zwei Wochen nicht mehr missen möchte.
Der Rollout begann am 2. September 2026.
Webflow kündigte die Verfügbarkeit für alle Kunden in der darauffolgenden Woche an.
In Preview- und Comment-Mode steht die erweiterte Ansicht zunächst nicht zur Verfügung.
Desktop-, Tablet- und Mobile-Breakpoints im Webflow Canvas gleichzeitig bearbeiten. Quelle: Webflow – Builder Keynote 2026
Popovers, Default Components, Translation und Style Props
Vier weitere Ankündigungen verbessern die Balance zwischen Flexibilität und Guardrails:
Popovers bringen native Bausteine für Modals, Tooltips, Banner und Menüs. Webflow setzt auf moderne Browser-Primitives wie Anchor Positioning und Top Layer statt auf schwerere JavaScript-Workarounds. Der Rollout soll in den kommenden Wochen beginnen.
Default Components for Slots legen fest, mit welcher Komponente ein Slot startet. Zusammen mit Component Visibility und Slot Restrictions erhalten Marketing-Teams kuratierte, sichere Bausteine statt einer unkontrollierten Bibliothek. Verfügbarkeit: später im September 2026.
Agentic Translation soll neue und geänderte Copy automatisch in die richtigen Locales übertragen. Teams können die Übersetzung als laufenden Workflow nutzen oder weiterhin manuell verfeinern. Rollout: in den kommenden Wochen.
Style Props sollen kontrollierbare Designoptionen wie Farben und Größen direkt an Komponenten verfügbar machen. Das Team erhält Freiheit, ohne das komplette Styling zu öffnen. Verfügbarkeit: später 2026.
Performance: Die Verbesserungen unter der Oberfläche
Webflow nennt außerdem konkrete Performance-Fortschritte.
Das Kopieren großer Elemente sei bis zu 98 % schneller, Pasting 7,7-mal schneller, das Rendering veröffentlichter Sites bis zu 43 % schneller und Publishing bis zu 80 % schneller.
Solche Maximalwerte gelten nicht automatisch für jedes Projekt.
Trotzdem ist die Richtung wichtig.
Bei großen Sites entsteht Produktivität nicht nur durch neue AI-Funktionen, sondern durch weniger Wartezeit bei hundert kleinen Aktionen pro Tag.
Was die Ankündigungen für B2B SaaS Teams wirklich bedeuten
1. Die Website wird endgültig zum laufenden Growth-System
Eine B2B SaaS Website ist nie fertig.
Positionierung verändert sich.
Neue Use Cases entstehen.
Campaigns brauchen eigene Landingpages.
Content muss aktualisiert, lokalisiert und für neue Discovery-Kanäle strukturiert werden.
Webflow baut genau für diesen Zustand.
Der Launch ist nicht mehr das Ende des Projekts, sondern der Start eines kontinuierlichen Betriebsmodells.
2. Content und Conversion wachsen zusammen
Komponenten im CMS sind dafür ein gutes Beispiel.
Content-Teams können nicht nur Texte veröffentlichen, sondern strukturierte Conversion-Module einsetzen.
Ein Vergleichsartikel kann einen ROI-Rechner enthalten.
Eine Case Study kann den passenden Demo-CTA ausspielen.
Ein Produkt-Update kann direkt zu einer relevanten Use-Case-Seite führen.
Der Blog wird damit weniger Archiv und mehr aktiver Teil des Funnels.
3. Marketing-Autonomie braucht ein System
Mehr Rechte und schnellere Tools allein schaffen keine Autonomie.
Ein Team braucht klare Komponenten, benannte Variablen, verständliche Props, definierte Content-Modelle und Freigaben für riskante Änderungen.
Die neuen Guardrails zeigen, dass Webflow dasselbe Problem erkannt hat.
Gute Systeme geben Teams nicht unbegrenzte Freiheit.
Sie machen die richtigen Entscheidungen einfach und die falschen schwer.
4. Die Rolle von Agenturen verschiebt sich
Wenn Landingpages, Varianten und Content-Entwürfe schneller entstehen, sinkt der Wert rein ausführender Arbeit.
Dafür steigt der Wert von Strategie, Positionierung, Systemdesign, Qualitätskontrolle und Enablement.
Die Agentur der Zukunft baut nicht nur Seiten.
Sie baut das Betriebssystem, mit dem ein Marketing-Team danach selbstständig wachsen kann.
Was Webflow-Teams jetzt konkret tun sollten
Das bestehende Component System prüfen. Welche Komponenten sind wirklich wiederverwendbar? Sind Props verständlich? Sind Varianten und Slots so begrenzt, dass Marketer sichere Entscheidungen treffen können?
CMS-Inhalte modular planen. Identifiziert wiederkehrende Conversion-Module wie CTAs, Quotes, Vergleichstabellen oder Rechner, die künftig als Komponenten im Rich Text funktionieren können.
Agent Instructions dokumentieren. Brand Voice, SEO-Regeln, Designsystem, Formulare und Freigaben sollten nicht nur im Kopf einzelner Teammitglieder liegen. Selbst ohne Agent werden dadurch Übergaben besser.
Einen Kampagnenprozess statt nur ein Tool bewerten. Wenn ihr Campaigns testet, messt nicht nur die Geschwindigkeit der ersten Landingpage. Prüft Briefing-Qualität, Varianten, Distribution, CRM-Anbindung, Freigaben und laufende Optimierung.
Die verfügbaren Builder-Features praktisch testen. Visual Editing für AI Code Components, CMS Components und Breakpoint Canvas liefern heute verwertbare Erkenntnisse. Dafür muss niemand auf Source warten.
Keine vorschnelle Source-Migration planen. Die Plattform ist in Research Preview. Beobachtet die Entwicklung, bereitet eure Systeme vor und trefft Architekturentscheidungen erst, wenn Produkt, Preise, Grenzen und Migrationspfad belastbar sind.
Unser Fazit zur Webflow Conf 2026
Die Webflow Conf 2026 war weniger ein einzelner Produkt-Launch als die Offenlegung eines neuen Betriebssystems für Web-Marketing.
Source zeigt, wohin Webflow langfristig will:
Code als gemeinsames Fundament.
Rollenbezogene Interfaces.
Agents, die nicht außerhalb des Systems arbeiten, sondern darin.
Campaigns, Assets und AEO erweitern Webflow gleichzeitig über den Build hinaus.
MCP 2.1, Releases und Agent Presence schaffen die technische und organisatorische Infrastruktur dafür.
Aber die vielleicht beste Nachricht steckt in den kleineren Updates.
Webflow investiert weiterhin in den heutigen Designer, das CMS, Komponenten, Responsive Workflows und Performance.
Die bekannte Plattform verschwindet nicht über Nacht.
Das macht die Strategie glaubwürdiger.
Webflow verspricht nicht nur eine agentische Zukunft.
Das Unternehmen verbessert parallel die Systeme, auf denen diese Zukunft aufbauen muss.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt:
AI wird gute Websites nicht automatisch erzeugen.
Aber sie kann guten Teams helfen, ein sauberes Website-System schneller und konsequenter zu betreiben.
Wer heute in Positionierung, Designsystem, CMS-Architektur und Governance investiert, bereitet nicht nur die nächste Webflow-Funktion vor, sondern baut die Grundlage für die Art, wie moderne Marketing-Teams künftig arbeiten werden.
Häufige Fragen
Was ist Source by Webflow?
Source by Webflow ist eine neue Plattform für Marketing-Teams, Designer, Entwickler und AI Agents.
Sie soll direkt auf dem Code arbeiten, bestehende MarTech-Systeme verbinden und rollenbezogene Arbeitsoberflächen bereitstellen.
Aktuell befindet sich Source in einer limitierten Research Preview.
Ist Source by Webflow schon verfügbar?
Nur eingeschränkt.
Stand 2. September 2026 nimmt Webflow ausgewählte Agenturpartner und Kunden schrittweise in eine Research Preview auf.
Einen allgemeinen Launch-Termin oder finale Preise hat Webflow noch nicht veröffentlicht.
Was passiert mit bestehenden Webflow-Websites?
Bestehende Webflow-Sites können wie bisher weiterbetrieben werden.
Webflow entwickelt die aktuelle Plattform weiter und hat für einen späteren freiwilligen Wechsel zu Source einen unterstützten Pfad angekündigt.
Heute besteht kein unmittelbarer Migrationsbedarf.
Welche Webflow-Updates sind bereits nutzbar?
Seit dem 2. September 2026 ist die visuelle Bearbeitung von AI Code Components verfügbar.
Komponenten im CMS, Breakpoint Canvas und die Generierung von Agent Instructions werden ausgerollt.
Andere Funktionen wie MCP 2.1 und Agent Presence sollen später im September folgen.
Was bringt Webflow MCP 2.1?
MCP 2.1 erweitert den Zugriff von AI Agents auf Webflow.
Dazu gehören GSAP-basierte Interactions, bessere CMS-Abfragen sowie Einblick in Fehlerlogs und erneute Deployments für Webflow Cloud.
Kann man Webflow-Komponenten jetzt im CMS verwenden?
Ja.
Komponenten können direkt in Rich-Text-Felder eingefügt und pro CMS Item über Props konfiguriert werden.
Zum Start gelten Einschränkungen: Collection Lists innerhalb der Komponente werden nicht unterstützt, CMS-Bindings und freigegebene Slots sind in Rich Text ebenfalls nicht verfügbar.
Ist Webflow jetzt ein Code-first-Tool?
Webflow hat angekündigt, Code in Source zum gemeinsamen Fundament zu machen.
Die heutige Webflow-Plattform arbeitet weiterhin mit ihrem bestehenden internen Site-Modell.
Code-first beschreibt deshalb vor allem die Richtung von Source, nicht eine sofortige Umstellung aller bestehenden Websites.
Für wen sind die Webflow-Conf-2026-Updates besonders relevant?
Vor allem für größere Marketing-Teams, B2B SaaS Unternehmen, Agenturen und Organisationen mit vielen Kampagnen, CMS-Inhalten, Locales oder Freigabeschritten.
Kleinere Teams profitieren kurzfristig besonders von den Builder- und CMS-Verbesserungen.
Über den Autor
Tarik Yayla
Founder @ path digital
Tarik gründete path digital mit einer klaren Überzeugung: Eine gute B2B SaaS Website beginnt mit strategischer Positionierung. Mit seinem Team verbindet er klare Botschaften, Design und Webflow, damit Unternehmen ihre Website gezielt weiterentwickeln können. Abseits von Website Relaunches trainiert er für Marathons und beschäftigt sich damit, wie AI die Agenturarbeit verändert.
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