Die Website-Relaunch-Kosten hängen vor allem davon ab, was neu entstehen muss und was übernommen werden kann. Dieser Artikel gibt dir konkrete Preisrahmen und zeigt an unterschiedlichen Seitenstrukturen, welche Arbeit dahintersteckt. So kannst du dein Budget planen und Angebote anhand ihres tatsächlichen Umfangs vergleichen.
Was kostet ein Website Relaunch?
Ein vollständiger B2B-SaaS-Relaunch kostet bei path digital typischerweise 40.000–70.000 € netto inklusive Strategie; kleinere Projekte beginnen bei 30.000 € netto. Viele neu zu schreibende Produktseiten und aufwendige individuelle Visualisierungen verschieben das Budget eher nach oben. Wiederverwendbare Vorlagen und weiterhin passende Inhalte begrenzen den Aufwand. Diese Zahlen beschreiben unseren Projekt- und Angebotsrahmen, keinen Durchschnittspreis für den deutschen Markt.
Ein Redesign mit Übernahme passender Inhalte erfordert weniger inhaltliche Arbeit als ein Relaunch, bei dem die Produktkommunikation neu entwickelt wird. Prüfe deshalb, ob ein niedrigerer Preis einen kleineren Leistungsumfang voraussetzt oder mehr Arbeit bei deinem Team lässt.
Positionierung und Messaging legen fest, welche Käufer die Website erreichen soll und mit welchen Kaufargumenten sie das Angebot erklärt. Diese Fragen müssen vor der Gestaltung geklärt sein. Ein rein visuelles Redesign löst offene Fragen zur Positionierung nicht, wie wir auch in unserem Manifest erläutern.
Welcher Umfang bestimmt deine Website-Relaunch-Kosten?
Für die Website-Relaunch-Kosten zählt, welche Inhalte und Funktionen übernommen werden können und was neu entstehen muss. Kläre in jedem Bereich, welche Veränderung tatsächlich nötig ist und welche Arbeit bereits durch den Bestand abgedeckt wird.
Positionierung und Messaging
Der Aufwand für Positionierung und Messaging steigt, wenn mehrere Produkte oder Zielgruppen jeweils eigene Kaufargumente benötigen. Ein neues Produkt oder der Wechsel zu größeren Unternehmenskunden kann beispielsweise andere Fragen aufwerfen als das bisherige Angebot. Diese Fragen müssen geklärt werden, bevor daraus die Texte für die Website entstehen.
Brand Refresh
Ein Brand Refresh erweitert den Aufwand, wenn neben den Seitenlayouts auch die visuelle Grundlage der Marke überarbeitet werden muss. Dazu kann etwa gehören, Farben und Schriften neu aufeinander abzustimmen und Regeln für Produktdarstellungen festzulegen. Eine umfassende Markenüberarbeitung oder neue Präsentationsvorlagen sind gesondert abzugrenzende Leistungen und nicht automatisch Teil der Website-Relaunch-Kosten.
Redesign
Beim Redesign bestimmen vor allem die Zahl eigenständiger Layouts und die Ausarbeitung der visuellen Inhalte den Aufwand. Es reicht als Veränderung aus, wenn Positionierung und Messaging weiterhin passen und auch die bestehenden Texte ihren Zweck erfüllen. Produktillustrationen oder Animationen kommen hinzu, wenn sie für den Auftritt benötigt und vereinbart werden. Seiten auf gemeinsamen Templates erfordern weniger individuelle Designarbeit.
Texte und Übersetzungen
Neue Seitentexte verursachen mehr Arbeit als die Übernahme bereits passender Inhalte. Für die Kalkulation muss deshalb feststehen, welche Seiten nur überarbeitet und welche vollständig neu geschrieben werden; auch die fachliche Abstimmung braucht Zeit. Für jede zusätzliche Sprache werden die Texte übersetzt und sprachlich geprüft. Längere Textfassungen können außerdem Anpassungen am Layout erfordern.
Wiederverwendbare Bausteine und Vorlagen
Wiederverwendbare Bausteine erfordern anfangs zusätzliche Konzeptions- und Entwicklungsarbeit, weil sie für unterschiedliche Seiten funktionieren müssen. Sie werden im Content-Management-System (CMS) eingerichtet, also im System zur Pflege deiner Website-Inhalte. Dein Team kann damit später etwa eine Kampagnenseite aus bestehenden Komponenten aufbauen, statt jedes Layout neu entwickeln zu lassen. Plane solche Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben, damit diese Arbeit einen konkreten Nutzen hat.
Integration und Migration
Individuelle Integrationen und die Aufbereitung bestehender Inhalte erhöhen den Aufwand für den Relaunch. Ein Standardformular benötigt weniger Entwicklungsarbeit als eine Angebotsstrecke, die Daten aus mehreren Systemen zusammenführt. Bei der Migration kommt es darauf an, welche Inhalte und Funktionen erhalten bleiben und wie sie in das neue System übertragen werden. Der abgestimmte Umfang gehört in die Kalkulation des Fixpreises.
Auch die Übernahmeprüfung und erforderliche Weiterleitungen gehören in die Kalkulation. Bei geänderten Seitenadressen empfiehlt Google dauerhafte Weiterleitungen, damit Besucher und Suchmaschinen den passenden Inhalt erreichen.
Abstimmung und Qualitätssicherung
Mehr Beteiligte und zusätzliche Korrekturrunden erhöhen den Abstimmungsaufwand. Für Tests wächst der Umfang beispielsweise mit der Zahl der Sprachversionen oder individuell angebundenen Systeme; lege deshalb fest, was geprüft werden muss und wie viele Feedbackrunden enthalten sind.
Für deine Budgetplanung zählt damit die Kombination der Leistungen, nicht allein die Seitenzahl. Halte fest, was übernommen werden kann und was neu entwickelt werden muss, damit Angebote denselben Umfang abdecken. Wie diese Arbeitsschritte im Projekt zusammenlaufen, zeigt unser Leitfaden zum Website Relaunch.
Wie beeinflusst die Seitenstruktur die Website-Relaunch-Kosten?
Zehn Seiten auf einer gemeinsamen Vorlage können weniger Designarbeit erfordern als fünf individuell gestaltete Seiten. Neue Texte müssen trotzdem für jede Seite geschrieben werden. Für die Website-Relaunch-Kosten zählt deshalb, wie viel individuelle Konzeption nötig ist und welcher Bestand weiterverwendet werden kann.
Die folgenden Projekte veranschaulichen diese Unterschiede in drei Umfangsszenarien. Die Preisrahmen beziehen sich auf vergleichbare Leistungen bei path digital inklusive Strategie; sie nennen keine tatsächlich gezahlten Kundenpreise. Die vereinfachten Sitemap-Bäume zeigen die Seitenstruktur, wobei gebündelte Einträge den Inhaltsbestand und nicht die Zahl individuell gestalteter Seiten angeben.
Kickscale, PULT und Converia sind jeweils in zwei Sprachen verfügbar und enthalten zahlreiche Produktillustrationen, die ebenfalls für beide Sprachversionen aufbereitet sind. Alle drei Websites verfügen außerdem über verschiedene Integrationen und Schnittstellenanbindungen. Für einen vergleichbaren Relaunch gehören deshalb auch die Übersetzung und Anpassung der visuellen Inhalte sowie die Umsetzung oder Übernahme der Anbindungen in die Kalkulation.
Kompakter Einstieg: Kickscale
Ein kompakter Relaunch mit wenigen eigenständigen Seitentypen beginnt bei path digital bei 30.000 € netto. Kickscale zeigt, wie Produkt- und rollenbezogene Lösungsseiten durch Ressourcen wie Guides und Webinare ergänzt werden können. Nutzen diese Inhalte gemeinsame Vorlagen, bleibt die Zahl individuell gestalteter Seiten begrenzt. Für die Budgetplanung zählt deshalb, wie viele Seitentypen neu entstehen müssen und welche Inhalte in vorhandene Strukturen übernommen werden können.


Mittlerer Umfang: PULT
Für einen vergleichbaren vollständigen B2B-SaaS-Relaunch bietet unser typischer Rahmen von 40.000–70.000 € netto eine erste Orientierung. PULT verbindet mehrere Produktbereiche mit Lösungsseiten und einem Bestand an Integrationsseiten. Gemeinsame Vorlagen begrenzen dabei den Designaufwand; eigene Nutzenargumente und neue Texte verursachen trotzdem Arbeit pro Seite. Für deine Kalkulation zählt deshalb, welche Produkt- und Lösungsseiten neu ausgearbeitet werden müssen.


Großer Umfang: Converia
Bei einem umfangreichen Relaunch mit vielen neu zu konzipierenden Seiten kann der Preis am oberen Ende des Rahmens von 40.000–70.000 € netto oder darüber liegen. Converia verbindet zahlreiche Funktions- und Lösungsseiten mit einem großen Bestand an Blog- und Glossarinhalten. Neue Produkttexte und individuelle Visualisierungen verursachen dabei andere Arbeit als die Übernahme vorhandener Fachartikel. Kalkuliere deshalb die Neuentwicklung der Seiten und die Migration des Bestands getrennt innerhalb des vereinbarten Projektumfangs.


Leite aus der Seitenstruktur ab, welche Seitentypen neu entstehen müssen und welche Inhalte übernommen werden können. So wird aus der Anzahl der Seiten ein konkreter Arbeitsumfang, den du mit dem Anbieter besprechen kannst.
Welche einmaligen und laufenden Kosten kommen hinzu?
Neben dem Projekthonorar solltest du einmalige Fremdkosten und den laufenden Betrieb getrennt kalkulieren. Prüfe außerdem, welche Aufgaben dein Team übernimmt und welche Leistungen bereits im Fixpreis enthalten sind. So vermeidest du fehlende oder doppelt kalkulierte Kosten.
- Interne Mitarbeit: Reserviere Zeit, um Produktwissen bereitzustellen und Texte fachlich zu prüfen. Auch die Vorbereitung von Inhalten und Freigaben bindet Kapazität im Team.
- Laufender Betrieb: Hosting und CMS werden auch nach dem Relaunch weiterbezahlt. Hinzu kommen je nach Setup etwa Gebühren für Mehrsprachigkeit oder andere kostenpflichtige Dienste.
- Einmalige Fremdkosten: Plane benötigte Foto- oder Videoproduktionen ein, soweit sie nicht zum vereinbarten Umfang gehören. Prüfe bei Bild- und Schriftlizenzen, ob einmalige oder wiederkehrende Gebühren anfallen.
- Vorübergehende Doppelzahlungen: Während der Umstellung können Gebühren für das alte und das neue System parallel anfallen.
- Reserve für konkrete Erweiterungen: Ist etwa eine weitere Sprachversion absehbar, lass deren Aufwand separat schätzen und halte diesen Betrag bei Bedarf zurück. Für bereits im Fixpreis vereinbarte Leistungen brauchst du keine zweite Kostenposition.
Die Mitarbeit deines Teams führt nicht automatisch zu einer zusätzlichen Rechnung. Sie bindet aber Zeit, die für andere Aufgaben fehlt. Weise den rechnerischen Wert dieser Arbeitszeit deshalb getrennt von den externen Ausgaben aus.
Nach dem Launch muss die Website weiterentwickelt werden, etwa wenn neue Produkte hinzukommen oder Kampagnen eigene Seiten benötigen. Plane dafür neben den Betriebskosten auch verfügbare Arbeitszeit ein. Diese Weiterentwicklung ist von der Fertigstellung des vereinbarten Relaunchs zu unterscheiden.
Diese Aufgaben kann dein internes Team übernehmen oder eine Agentur im Rahmen einer laufenden Zusammenarbeit unterstützen. Ein Retainer vereinbart dafür regelmäßig verfügbare Leistungen oder Kapazitäten gegen einen monatlichen Betrag. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie häufig neue Aufgaben entstehen und welche Fähigkeiten intern vorhanden sind.
Wie kannst du Website-Relaunch-Kosten reduzieren?
Du kannst die Anfangsinvestition senken, indem du wichtige Seiten zuerst umsetzt und weitere Bereiche später ergänzt; die Gesamtkosten sinken dadurch nicht automatisch. Positionierung und wiederverwendbare Vorlagen sollten dafür von Anfang an stehen. So baut der spätere Ausbau auf derselben Grundlage auf.
Eine erste Version kann aus einer Homepage und den wichtigsten Produkt- oder Anwendungsfallseiten bestehen. Käufer müssen daraus verstehen, ob das Angebot ihr Problem löst und warum es für sie geeignet ist. Auch der nächste Schritt, etwa eine Demo-Anfrage, muss klar sein.
Übernimm Markenbestandteile und Texte, die weiterhin passen, und prüfe, welche vorhandenen Komponenten nutzbar bleiben. Aufwendige Animationen oder nachrangige Funktionen lassen sich eher verschieben als erforderliche Weiterleitungen. Auch ein funktionierender Anfrageweg gehört bereits in die erste Version.
Eigene Beiträge können das externe Honorar senken, wenn dein Team dafür die nötigen Fähigkeiten und freie Zeit hat. Lass im Angebot abgrenzen, welche Arbeiten dadurch entfallen, und berücksichtige die intern gebundene Kapazität. Betrifft das Problem nur eine einzelne Seite, kann deren gezielte Überarbeitung den vollständigen Relaunch vorerst ersetzen.
Wie vergleichst du Relaunch-Angebote richtig?
Zwei Endpreise sind erst vergleichbar, wenn die enthaltenen Leistungen und die Eigenleistungen deines Teams vergleichbar sind. Prüfe deshalb, welches konkrete Ergebnis jeder Anbieter liefert und was du selbst vorbereiten musst. Die folgende Checkliste hilft dir, offene Punkte vor der Beauftragung zu klären.
| Prüffrage | Worauf du im Angebot achten solltest |
|---|---|
Sind Positionierung, Messaging und fertige Texte enthalten? | Wer die Positionierung und Kernbotschaften entwickelt; separat davon: wer die fertigen Texte für jede Seite liefert |
Welche Seiten entstehen? | Unterschied zwischen individuell konzipierten Seiten, Vorlagen und Inhaltsübernahme |
Was wird aus dem Bestand übernommen? | Inhalte, Sprachen, Weiterleitungen und technische Besonderheiten |
Welche Anbindungen sind vereinbart? | Welche Systeme verbunden werden und welche Integrations- und Testleistungen enthalten sind |
Wie laufen Feedback und Änderungen? | Enthaltene Korrekturrunden, Freigaben und Umgang mit zusätzlichem Umfang |
Was passiert bei und nach dem Launch? | Prüfung, Schulung, Übergabe und abgegrenzte Unterstützung |
Welche Kosten kommen hinzu? | Fremdkosten, Lizenzen, laufende Leistungen und zusätzliche Beauftragungen |
Übertrage diese Punkte für jedes Angebot in dieselbe Vergleichsliste und markiere offene Antworten. Wenn ein Anbieter fertige Texte voraussetzt und ein anderer sie entwickelt, musst du diesen Unterschied in deiner Gesamtrechnung berücksichtigen. Sonst vergleichst du unterschiedliche Leistungen über ihre Endsumme.
Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand?
Ein Festpreis passt zu einem klar definierten Umfang und erleichtert die Budgetplanung. Solange etwa die technische Machbarkeit einer individuellen Anbindung offen ist, kann eine begrenzte Untersuchung nach Aufwand sinnvoll sein. Vereinbare dafür eine Budgetobergrenze und prüfe den Verbrauch an festen Zwischenständen. Zusätzliche Arbeit sollte erst nach deiner Freigabe beginnen.
Halte vor der Beauftragung fest, wie viele Feedback- und Korrekturrunden pro Phase enthalten sind. Kläre das für die Strategie genauso wie für Texte und Design. Wird beispielsweise eine bereits freigegebene Designrichtung neu entwickelt, müssen Umfang und Preis dieser zusätzlichen Arbeit vor ihrer Umsetzung vereinbart werden.
Welche Angaben brauchst du für eine konkrete Preiseinschätzung?
Für eine erste Preiseinschätzung brauchst du noch kein fertiges Briefing. Deine aktuelle Website und eine kurze Beschreibung der gewünschten Veränderung reichen aus, um das Gespräch zu beginnen. Bekannte Umfangsangaben helfen, die Schätzung einzugrenzen.
- Ausgangslage: Website-URL und das Problem, das der Relaunch lösen soll.
- Geplanter Auftritt: Welche Produkte und Zielgruppen soll die Website abdecken? Welche Seiten sind dafür vorgesehen?
- Inhalte: Was kann übernommen werden, was muss neu entstehen und welche Sprachen sind nötig?
- Technik: Bestehendes CMS, relevante Formulare und angebundene Systeme.
- Rahmen: Gewünschter Termin und bekannte Budgetgrenze. Wie viel Zeit kann dein Team für die Mitarbeit reservieren?
Wenn die Zahl neuer Texte oder Sprachversionen noch offen ist, halte das in deiner Anfrage fest. Eine erste Einschätzung der Website-Relaunch-Kosten dient der Orientierung, während ein verbindlicher Fixpreis einen abgestimmten Leistungsumfang voraussetzt. Bei einem festen Budget lässt sich damit prüfen, welche Seiten und Funktionen zuerst umgesetzt werden.




