Webflow vs. Framer:Welches Tool passt zu deinem SaaS-Marketing?

Welches Tool zu deinem Team passt, wo die CMS-Grenzen liegen und was beide im Monat kosten.

Mit KI zusammenfassen

Für B2B-SaaS-Teams mit einem wachsenden Content-Programm ist Webflow in den meisten Fällen die tragfähigere Wahl. Framer passt besser, wenn ein kleines, designgetriebenes Team schnell eine Website mit überschaubarem Content braucht. Am Monatspreis entscheidet sich die Frage selten, weil beide Tools für ein typisches Team nah beieinanderliegen.

Wir sind Webflow Enterprise Partner und setzen die Marketing-Websites unserer Kunden mit Webflow um. Damit du unsere Einschätzung prüfen kannst, steht hinter jeder Zahl in diesem Vergleich eine Anbieterquelle mit Stand Oktober 2026, und wir sagen offen, wo Framer die bessere Wahl ist.

Webflow vs. Framer im Überblick

Beide Tools hosten eine B2B-Marketing-Website mit CMS und wiederverwendbaren Komponenten, und beide bringen die SEO-Grundlagen mit. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Content sie ohne Umwege tragen und wie sich die Arbeit zwischen Design und Marketing aufteilt. Die Tabelle zeigt pro Kriterium, welches Tool für B2B-SaaS-Marketing vorne liegt und unter welcher Bedingung.

Vergleichstabelle für B2B-SaaS-Marketing

KriteriumWebflowFramerVorteil für B2B-SaaS-Marketing

Seiten bauen ohne Entwickler

Marketer-Rolle baut aus freigegebenen Komponenten

Editoren bauen frei auf dem Canvas

Framer, wenn ein Designer baut; Webflow, wenn das Marketing aus Bausteinen baut

Design und Komponenten

Klassensystem nah an CSS, mehr Einarbeitung

Canvas wie in Figma, schnell gelernt

Framer bei freiem Design; Webflow bei Konsistenz über viele Seiten

Rollen und Freigaben

Full- und Limited-Sitze; Staging über webflow.io, Page Branching erst im Team-Plan

Editor und Content Editor; Branches mit Vorschau im Pro-Plan

Framer für kleine Teams mit Review-Bedarf

CMS und Content-Umfang

Premium: 40 Collections, 20.000 Einträge

Pro: 10 Collections, 2.500 Einträge; mit Add-ons bis 40 und 40.000

Webflow bei großem Content-Programm

SEO und Ladezeit

SEO-Grundlagen; Weiterleitungen in Basic und Premium; 300 statische Seiten

SEO-Grundlagen; Weiterleitungen ab Pro; 150 Seiten im Pro-Plan

Gleichstand; Webflow bei vielen Seiten

Integrationen und AI

CMS-API, MCP-Server, App-Marktplatz

Plugins, MCP-Server, Server API in der Open Beta

Gleichstand bei AI per MCP; Webflow bei dauerhaften Datenimporten

Mehrsprachigkeit

Localize ab 9 USD; übersetzte URLs ab 29 USD

20 USD pro Sprache; Seitenpfade lassen sich übersetzen

Gleichstand; Framer günstiger bei übersetzten URLs

Laufende Kosten (Beispiel)

rund 64 USD pro Monat

rund 70 USD pro Monat

Gleichstand

Betrieb und späterer Wechsel

gehostet; Code-Export als statische Vorlage ohne CMS-Inhalte und Formulare

gehostet; kein HTML-Export, CMS-Export per Plugin

Gleichstand

Schnelle Empfehlung nach Ausgangslage

Wenn du das brauchstpasst besser

Ein Designer baut und pflegt die Website selbst

Framer

Wenige Seiten, kleiner Blog, schneller Launch

Framer

Branch-Vorschauen für Reviews ohne Webflow-Plan Team

Framer

Marketing baut Landingpages aus festen Bausteinen

Webflow

Wachsendes Content-Programm, das über den Blog hinausgeht

Webflow

Inhalte dauerhaft per API aus anderen Systemen ins CMS übernehmen

Webflow

CMS-Inhalte und Seiten mit AI-Tools bearbeiten

beide, jeweils per MCP

Website auf Deutsch und Englisch

beide, Wahl nach den übrigen Zeilen

Webflow und Framer im Detail: neun Kriterien im Vergleich

Die neun Kriterien folgen den Fragen, die ein SaaS-Marketing-Team im Alltag stellt, vom Bau einer neuen Landingpage bis zur Monatsrechnung. Jedes Kriterium endet mit unserer Einschätzung, welches Tool für B2B-SaaS-Marketing vorne liegt und unter welcher Bedingung.

Seiten bauen ohne Entwickler

In beiden Tools kann dein Marketing neue Seiten bauen und veröffentlichen, ohne ein Ticket bei der Entwicklung aufzumachen. Der Unterschied liegt in den Rollen. In Framer legen Editoren mit Design-Berechtigung neue Seiten und Komponenten an, Content Editoren pflegen Inhalte im CMS und Texte auf der Seite (Framer Help zu Rollen). Webflow hat mit dem Marketer eine Rolle dazwischen: Sie stellt neue Seiten aus Komponenten zusammen, die das Design-Team freigegeben hat, ohne vom Designsystem abzuweichen (Webflow Help zum Page Building). Wie Webflow grundsätzlich aufgebaut ist, erklären wir im Beitrag Was ist Webflow.

Warum das für dein Team zählt: In unseren Gesprächen bringen Leads Framer vor allem dann ins Spiel, wenn jemand aus dem Design das Website-Projekt leitet und mit Figma vertraut ist. Entscheidend ist aber, wer die Website nach dem Launch pflegt. Baut der Designer auch künftig jede Seite, spart Framer Zeit. Soll das Marketing Kampagnenseiten selbst zusammenstellen, ohne volle Designrechte zu bekommen, bietet Webflow dafür die passende Rolle.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Framer, wenn ein Designer die Seiten baut und pflegt. Webflow, wenn dein Marketing Seiten aus freigegebenen Bausteinen bauen soll, ohne das Design anzufassen.

Design und Komponenten

Framer arbeitet wie ein Designtool mit freiem Canvas, und wer Figma kennt, ist nach kurzer Zeit produktiv. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Praxistest von Zapier. Webflow folgt dem Box-Modell von HTML und CSS mit Klassen und verlangt mehr Einarbeitung, was Webflow auf seiner eigenen Vergleichsseite selbst einräumt.

Warum das für dein Team zählt: Das Klassensystem von Webflow kostet am Anfang Zeit, zahlt sich aber aus, wenn viele Seiten über Jahre gleich aussehen sollen. Nach unserer Erfahrung bleiben Typografie und Abstände konsistenter, wenn das Designsystem einmal sauber angelegt ist und das Marketing nur noch damit baut. Wer jede Seite als eigenes Design versteht, fühlt sich dagegen in Framer freier.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Framer bei freiem, stark gestaltetem Design. Webflow, wenn das Design über viele Seiten konsistent bleiben soll.

Rollen und Freigaben

Framer unterscheidet Editoren für 20 USD und Content Editoren für 10 USD im Monat. Content Editoren pflegen CMS-Inhalte und Übersetzungen und bearbeiten Texte direkt auf der Seite, Viewer sind kostenlos (Framer Help zu Rollen). Staging und Branches mit Vorschau sind im Pro-Plan enthalten.

Webflow vergibt Full-Sitze für 39 USD und Limited-Sitze für 15 USD im Monat; Limited-Sitze gibt es mit den Rollen Content Editor und Marketer. Veröffentlichungsrechte pro Website steuerst du erst mit dem Workspace-Plan Growth für 49 USD im Monat. Page Branching gibt es nur in den Plattformplänen Team und Enterprise.

Screenshot der Webflow-Preisseite: Full- und Limited-Sitze im Workspace (Stand 16.10.2026)

Screenshot der Webflow-Preisseite: Full- und Limited-Sitze im Workspace (Stand 16.10.2026). Quelle: webflow.com/pricing.

Warum das für dein Team zählt: Für zwei bis drei Personen im Marketing reichen beide Modelle. Eine Staging-Vorschau vor dem Livegang bieten beide, bei Webflow über die webflow.io-Subdomain. Wer Änderungen an einer Seite parallel in einem eigenen Branch vorbereiten und abnehmen will, bekommt das bei Framer deutlich günstiger. In Webflow lohnt der Growth-Workspace erst, wenn du festlegen musst, wer auf welcher Website veröffentlichen darf.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Framer für kleine Teams mit Review-Bedarf, weil Branches schon im Pro-Plan stecken. Webflow, wenn Rollen pro Website wichtiger sind als Branches.

CMS und Content-Umfang

Für ein Content-Programm, das über einen Blog hinausgeht, ist das CMS der wichtigste Unterschied. Eine Collection ist eine Sammlung gleich aufgebauter Inhalte, etwa alle Blogbeiträge. Webflow Premium enthält 40 Collections und 20.000 CMS-Einträge, Framer Pro 10 Collections und 2.500 Einträge.

PlanCollectionsCMS-EinträgeSeitenPreis pro Monat

Framer Basic

2

1.000

30

10 USD

Framer Pro

10

2.500

150

30 USD

Framer Pro mit Add-ons

bis 40

bis 40.000

bis 700

30 USD plus Add-ons

Webflow Basic

kein CMS

kein CMS

300 statische

15 USD

Webflow Premium

40

20.000

300 statische plus CMS-Seiten

25 USD

Framer lässt sich erweitern: 10 weitere Collections kosten 40 USD und 10.000 weitere Einträge 20 USD im Monat (Framer Pricing). Die Webflow-Preise gelten bei jährlicher Abrechnung (Webflow Pricing). Ein SaaS-Blog mit Autoren, Kategorien, Case Studies und Glossar braucht schnell fünf bis sechs Collections, und das passt in Framer Pro, in Framer Basic mit zwei Collections aber nicht.

Was das Wachstum kostet, zeigt ein Beispiel: Ein Team plant über Blog und Case Studies hinaus weitere Content-Typen wie Glossar und Integrationsseiten, zusammen 12 Collections mit 6.000 Einträgen. In Framer Pro braucht das Team dafür je ein Add-on für Collections und für Einträge und zahlt 30 + 40 + 20 = 90 USD im Monat. Webflow Premium deckt beides im Plan ab, für 25 USD im Monat bei jährlicher Abrechnung. Sitze und Sprachen kommen bei beiden Tools hinzu.

Warum das für dein Team zählt: Die Grenze merkst du meist erst im zweiten Jahr, wenn Blog und Kundengeschichten gewachsen sind. Zähl deshalb die Content-Typen und Einträge, die du in zwei Jahren erwartest, und halte sie gegen das Limit, bevor du dich entscheidest.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Webflow, sobald mehr als 10 Content-Typen oder mehrere Tausend Einträge absehbar sind. Für einen kleinen Blog mit wenigen Content-Typen reicht Framer.

SEO und Ladezeit

Beide Tools decken die SEO-Grundlagen ab, etwa Metadaten pro Seite und eine Sitemap. Weiterleitungen sind bei Framer erst ab dem Pro-Plan enthalten. Bei der Ladezeit gilt für beide, dass vor allem Tracking- und Chat-Skripte von Drittanbietern Tempo kosten.

Warum das für dein Team zählt: Pauschal besser für SEO ist keines der beiden Tools, der Unterschied entsteht beim Umfang. Wer Hunderte CMS-Seiten mit eigener Vorlage pflegen will, etwa für ein Glossar oder Integrationsseiten, stößt in Framer früher an Grenzen. Strukturierte Daten baust du in beiden Tools pro Vorlage ein; wie du Rankings bei einem Umbau absicherst, erklären wir im Beitrag zu SEO beim Website-Relaunch.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Gleichstand. Webflow, wenn Hunderte CMS-Seiten mit eigener Vorlage geplant sind.

Integrationen und AI

Für AI-Tools haben beide inzwischen einen eigenen MCP-Server. Über den Webflow MCP Server bearbeiten AI-Tools CMS-Inhalte und den Aufbau der Seiten. Framer MCP ist seit Oktober 2026 verfügbar und legt Seiten und CMS-Einträge an, auf Wunsch in einem Branch zur Abnahme vor dem Veröffentlichen.

Der Unterschied liegt bei automatisierten Datenflüssen ohne AI-Tool. Webflow bietet dafür eine CMS-API und einen App-Marktplatz mit Anbindungen für CRM und Tracking. Framer synchronisiert Inhalte über Plugins und seit Februar 2026 über eine Server API, die Inhalte per Skript aktualisiert und veröffentlicht, aktuell noch als kostenlose Open Beta.

Warum das für dein Team zählt: Wenn dein Team Seiten und Beiträge mit AI-Tools bearbeiten will, kommst du mit beiden ans Ziel. Sollen Inhalte dauerhaft und ohne Handarbeit aus einem anderen System ins CMS laufen, etwa Integrationsseiten aus einer Produktdatenbank, ist eine stabile API wichtiger als der AI-Zugang. Teste deshalb vor der Entscheidung in beiden Tools den Weg vom Formular bis ins CRM und einen automatisierten CMS-Import.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Gleichstand bei der Arbeit mit AI-Tools. Webflow bei dauerhaften Datenimporten und Integrationen, solange die Framer Server API in der Beta ist.

Mehrsprachigkeit

Beide Tools übersetzen Seiten und CMS-Inhalte über ein kostenpflichtiges Add-on mit AI-Übersetzung. Framer berechnet 20 USD pro Sprache und Monat für bis zu 20 Sprachen, und Seitenpfade sowie CMS-Slugs lassen sich pro Sprache übersetzen (Framer Help zu übersetzten Pfaden). Webflow startet mit Localize Essential bei 9 USD im Monat für eine zusätzliche Sprache. Übersetzte URLs und die automatische Weiterleitung nach Besuchersprache gibt es dort erst in Localize Advanced für 29 USD.

Screenshot aus dem Framer Help Center: Seitenpfade pro Sprache übersetzen (Stand 20.10.2026)

Screenshot aus dem Framer Help Center: Seitenpfade pro Sprache übersetzen (Stand 20.10.2026). Quelle: framer.com/help/articles/localized-page-paths.

Warum das für dein Team zählt: Für eine Website auf Deutsch und Englisch liegen beide Tools nah beieinander. Wenn du übersetzte URLs willst, etwa /en/pricing statt /en/preise, zahlst du bei Framer 20 USD und bei Webflow 29 USD im Monat. Wichtiger als das Tool ist meist die redaktionelle Frage, ob die englische Fassung der deutschen folgt oder eigenständig gepflegt wird.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Gleichstand für Deutsch und Englisch. Framer ist günstiger, wenn du übersetzte URLs pro Sprache brauchst.

Laufende Kosten

Für ein typisches SaaS-Team liegen die Plattformkosten beider Tools bei rund 64 bis 70 USD im Monat. Framer ist bei sehr kleinen Websites deutlich günstiger, weil schon Basic für 10 USD zwei Collections enthält, während Webflow Basic kein CMS hat.

Bei Framer zahlst du den Site-Plan und je nach Team Editoren und Sprachen dazu; der Workspace-Owner und Viewer kosten nichts. Framer nennt alle Preise als Monatspreise und rechnet nach dem Zyklus ab, den du beim Kauf wählst. Webflow trennt Site-Plan und Workspace: Der Workspace Starter ist kostenlos, und Limited-Sitze für 15 USD funktionieren laut Webflow Help Center in jedem Workspace-Plan. Alle Webflow-Pläne und Sitze schlüsseln wir im Beitrag zu Webflow Pricing auf.

Screenshot der Framer-Preisseite: Basic für 10 USD und Pro für 30 USD im Monat, weitere Editoren für 20 USD (Stand 20.10.2026)

Screenshot der Framer-Preisseite: Basic für 10 USD und Pro für 30 USD im Monat, weitere Editoren für 20 USD (Stand 20.10.2026). Quelle: framer.com/pricing.

Screenshot der Webflow-Preisseite: Site-Pläne bei jährlicher Abrechnung (Stand 16.10.2026)

Screenshot der Webflow-Preisseite: Site-Pläne bei jährlicher Abrechnung (Stand 16.10.2026). Quelle: webflow.com/pricing.

Rechenbeispiel: SaaS-Team mit Blog und englischer Version

FramerWebflow

Pro-Plan: 1 × 30 = 30 USD

Premium-Plan: 1 × 25 = 25 USD

Content Editoren: 2 × 10 = 20 USD

Limited-Sitze: 2 × 15 = 30 USD

Sprache Englisch: 1 × 20 = 20 USD

Localize Essential: 1 × 9 = 9 USD

Workspace-Owner: 0 USD

Workspace Starter: 0 USD

Summe: 70 USD pro Monat

Summe: 64 USD pro Monat bei jährlicher Abrechnung

Warum das für dein Team zählt: Ein Unterschied von wenigen Dollar entscheidet die Wahl nicht. Teurer wird Framer, sobald CMS-Add-ons dazukommen (siehe das Beispiel mit 12 Collections oben), und Webflow, wenn du übersetzte URLs oder zusätzliche Sitze brauchst. Den Growth-Workspace brauchst du nur für Rechte pro Website. Die Projektkosten für Konzeption und Umsetzung hängen stärker vom Umfang ab als vom Tool; was sie treibt, steht im Beitrag zu den Website-Relaunch-Kosten.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Gleichstand im Beispiel. Framer bei sehr kleinen Websites und bei übersetzten URLs, Webflow, sobald Framer CMS-Add-ons braucht.

Betrieb und späterer Wechsel

Beide Tools sind gehostete Plattformen, bei denen der Anbieter Hosting und Updates übernimmt, und ein Wechsel ist bei beiden ein Neuaufbau mit Weiterleitungen. Webflow exportiert mit einem bezahlten Workspace-Plan den Code aller Seiten. CMS-Inhalte fehlen darin, und Formulare funktionieren im Export nicht; außerdem enthält er nur die Hauptsprache (Webflow Help zum Code-Export). CMS-Inhalte holst du separat pro Collection als CSV. Framer bietet laut eigenem Help Center keinen HTML-Export für Self-Hosting; CMS-Inhalte lassen sich über Plugins als CSV oder JSON exportieren.

Für den Datenschutz schließt du bei beiden Anbietern einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Framer B.V. sitzt in den Niederlanden und hostet auf AWS (Framer Data Processing Addendum), Webflow ist ein US-Unternehmen mit eigenem Data Processing Addendum.

Warum das für dein Team zählt: Der Code-Export von Webflow dient beim Wechsel als Vorlage für Layout und Stile und reicht für einzelne statische Seiten ohne Formular. Die Website mit CMS und Formularen läuft damit aber nicht woanders weiter, ein Wechsel bleibt also auch hier ein Neuaufbau. Ganz unabhängig bist du bei keinem der beiden Tools, deshalb zählt die Struktur deiner Inhalte. Sauber getrennte Collections mit klaren Feldern ziehen bei einem späteren Wechsel deutlich leichter um als Texte, die direkt auf den Seiten stehen.

Vorteil für B2B-SaaS-Marketing: Gleichstand. Der Webflow-Export erleichtert den Neuaufbau etwas, ersetzt ihn aber nicht.

Welches Tool passt zu deinem Team?

Entscheide nach dem Team, das die Website nach dem Launch täglich pflegt, und nach dem Content, den du in zwei Jahren erwartest. Die beiden Checklisten fassen zusammen, bei welcher Ausgangslage welches Tool trägt.

Wähle Framer, wenn …

  • ein Designer die Website selbst baut und auch nach dem Launch pflegt.
  • deine Website aus wenigen Seiten und einem kleinen Blog besteht.
  • dir ein frei gestaltetes Design und Tempo beim ersten Launch wichtiger sind als eine tiefe Content-Struktur.
  • du Branch-Vorschauen für Reviews brauchst, ohne den Webflow-Plan Team zu buchen.
  • du übersetzte URLs pro Sprache zum kleinsten Preis willst.

Wähle Webflow, wenn …

  • mehr als 10 Content-Typen oder mehrere Tausend CMS-Einträge absehbar sind.
  • dein Marketing Landingpages aus freigegebenen Bausteinen bauen soll, ohne Designrechte zu bekommen.
  • Inhalte dauerhaft per API aus anderen Systemen ins CMS fließen sollen.
  • du Veröffentlichungsrechte pro Website zentral steuern willst.
  • du Hunderte Seiten mit eigener Vorlage planst, etwa für ein Glossar oder Integrationsseiten.

Schon auf Framer: bleiben oder wechseln?

Bleib bei Framer, solange CMS-Limits und Rollen für dein Team reichen, denn ein Wechsel ist immer ein Neuaufbau. Ein Umzug lohnt sich nach unserer Einschätzung erst bei konkreten Signalen: Die CMS-Limits oder Add-on-Kosten wachsen, oder das Marketing soll Seiten aus festen Bausteinen bauen, ohne dass das Design auseinanderläuft. Ein guter Anlass zur Prüfung ist der Moment, in dem die Pflege vom Design ans Marketing übergeht, denn dann wird das CMS zur wichtigeren Frage.

Fazit: Webflow für wachsende Content-Programme, Framer für kleine Design-Teams

Webflow ist für B2B-SaaS-Teams die bessere Wahl, wenn dein Content-Programm in den nächsten zwei Jahren wächst und dein Marketing Seiten aus freigegebenen Bausteinen bauen soll. Framer passt, wenn ein kleines Team mit Designer schnell eine Website mit wenigen Seiten braucht und die Limits bewusst geprüft hat. Bei Kosten und SEO-Grundlagen liegen beide so nah beieinander, dass diese Punkte die Entscheidung selten tragen. Für eine zweite Sprache gilt das ebenso.

Kläre deshalb zuerst, welche Content-Typen und Sprachen du in zwei Jahren brauchst und wer die Seiten bauen soll. Mit diesen Antworten ist die Wahl meist eindeutig.

Häufige Fragen zu Webflow vs. Framer

Wie lange braucht ein Marketingteam, um Webflow oder Framer zu lernen?

Inhalte pflegen lernt dein Team in beiden Tools nach einer kurzen Einführung. Neue Seiten frei zu bauen dauert in Webflow länger, weil das Klassensystem mehr Verständnis für Layout und Stile verlangt. Bei Übergaben üben wir mit dem Team genau die Aufgaben, die es später selbst erledigt, etwa eine Case Study anlegen oder eine Kampagnenseite aus Komponenten bauen.

Können wir von Framer zu Webflow wechseln?

Ja, als Neuaufbau: Du exportierst die CMS-Inhalte per Plugin als CSV, importierst sie in Webflow, baust die Seiten neu und leitest jede geänderte URL weiter, Schritt für Schritt beschrieben in unserer Checkliste zur Webflow Migration. Die reine Inhaltsmigration kostet in unseren Projekten meist nur wenige Stunden Arbeitszeit, mehr Aufwand steckt im Neubau der Seiten und in Sonderformaten. Seit Mitte 2025 haben wir mehr als ein Dutzend Websites mit bestehenden Inhalten und URLs auf Webflow neu aufgesetzt.

Sind Webflow und Framer DSGVO-konform nutzbar?

Beide Anbieter stellen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung bereit, den du für deine Website abschließen solltest. Ob deine Website am Ende DSGVO-konform läuft, entscheiden zusätzlich die Unterauftragsverarbeiter und das Consent-Setup für Tracking und eingebundene Tools. Lass die Unterlagen des gewählten Anbieters deshalb von deinem Datenschutzteam prüfen, bevor die Website live geht.

Können wir Framer und Webflow kombinieren, etwa für Landingpages?

Technisch geht das über eine Subdomain oder einen Reverse Proxy, Framer bietet dafür ein Advanced Hosting mit Rewrites an. Zwei Systeme bedeuten aber doppelte Pflege, weil Komponenten und Tracking in beiden gleich bleiben müssen. Für die meisten SaaS-Teams ist ein System die bessere Wahl, denn Design und Messung liegen dann an einer Stelle.

Welche Alternativen zu Webflow und Framer gibt es?

Für B2B-SaaS-Marketing kommen vor allem WordPress, HubSpot CMS, Wix und Squarespace infrage. WordPress spielt seine Stärken bei vielen Autoren und enger Produktanbindung aus (Webflow vs. WordPress), HubSpot CMS bei Teams, die ihr Marketing ohnehin in HubSpot steuern (Webflow vs. HubSpot). Wix und Squarespace passen eher zu sehr kleinen Websites (Webflow vs. Wix, Webflow vs. Squarespace).

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Webflow oder Framer: Lass uns auf deine Website schauen

Wenn du zwischen Webflow und Framer schwankst oder einen Wechsel erwägst, schauen wir im Strategie-Call auf deine aktuelle Website und deine Content-Pläne. Danach weißt du, welches System für die nächsten zwei Jahre trägt und was ein Umstieg bedeuten würde.